Donnerstag, Mai 21, 2026

Biografie des ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers Christian Kern

Der Name Christian Kern ist nicht nur in Wien, sondern weit darüber hinaus bekannt. Der ehemalige Bundeskanzler Österreichs und Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei hat sich als ehrlicher und anständiger Politiker einen Namen gemacht, dem das Schicksal des Landes und seiner Einwohner am Herzen liegt, schreibt viennayes.eu.

Kindheit und Jugend

Geboren wurde der zukünftige Politiker 1966 in Wien, im Arbeiterbezirk Simmering. Sein Vater war Elektriker, seine Mutter Sekretärin in einem örtlichen Unternehmen. Nach seinem Abschluss an der Universität Wien begann Christian, Publizistik und Kommunikationswissenschaft zu studieren. Doch damit war seine Ausbildung nicht beendet. Er absolvierte ein postgraduales Studium in Management an der Schweizer Universität St. Gallen.

Während seiner Studienzeit begann Kern, Interesse an der Politik zu zeigen. Er war aktives Mitglied der Studentenorganisation VSStÖ (Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs). Parallel dazu arbeitete er als Redakteur für die Publikation „VSStÖ Rotpress“. 1989 begann er seine Mitarbeit beim Wirtschaftsmagazin „Option“, wo er über wirtschaftsbezogene Themen berichtete.

Anfänge in Journalismus und Wirtschaft

1991 wurde Kern Assistent von Peter Kostelka, dem Staatssekretär im Bundeskanzleramt. Nachdem Kostelka 1994 den Vorsitz der SPÖ-Parlamentsfraktion übernommen hatte, wurde Kern zu dessen Pressesprecher ernannt.

1997 entschied sich Christian, seine Tätigkeit zu wechseln und ging zum größten Energiekonzern Österreichs, der Verbund AG. Dort hatte er zunächst verschiedene Führungspositionen inne, schaffte es aber schließlich ins Top-Management und wurde 2007 Mitglied des Vorstands der Verbund AG.

2010 wurde der zukünftige Kanzler zum Vorstandsvorsitzenden der staatlichen Eisenbahnholding, den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), ernannt.

2015 wurde Kerns Kandidatur für die Nachfolge von Werner Faymann als Bundeskanzler und Parteivorsitzender in Betracht gezogen.

Während der europäischen Migrationskrise leitete Christian den Transit von Flüchtlingen von Ungarn über Österreich nach Deutschland. Dabei bewies er hohe organisatorische Fähigkeiten, wodurch seine Popularität stark anstieg.

Bundeskanzler von Österreich

2016 wurde Christian Kern offiziell Bundeskanzler von Österreich. Zudem wurde er zum Vorsitzenden der SPÖ gewählt. In diesen Ämtern stellte Kern den „Neuen Kurs“ für Österreich in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Durch massive Investitionen sollten bis 2020 Vollbeschäftigung erreicht und die Reallöhne spürbar erhöht werden.

Ein weiteres wichtiges Element der SPÖ-Tätigkeit während Kerns Amtszeit als Bundeskanzler war das politische Programm, bekannt als „Plan A“. Es sah unter anderem die Schaffung zusätzlicher Stellen für Lehrer und Polizisten vor. Im Herbst 2018 gab Kern seinen Rückzug aus der Politik bekannt.

2019 wurde der ehemalige Kanzler in den Aufsichtsrat der Russischen Staatsbahnen (RŽD) gewählt. Am 24. Februar 2022, als Russland die Ukraine überfiel, trat Kern von diesem Posten zurück.

Privatleben

Die viele Arbeit und der dichte Terminkalender hinderten Kern nicht daran, ein Privatleben zu führen.

Der Politiker war zweimal verheiratet. 1985 heiratete er Karin Wessely. Das Paar bekam drei Kinder. 1988 ließ sich das Paar aufgrund von Missverständnissen und ständigen Streitereien scheiden.

Ein zweites Mal heiratete Christian die Unternehmerin Eveline Steinberger, die er noch während seiner ersten Ehe kennengelernt hatte. Im Jahr 2022 reichte sie die Scheidung ein. 2023 gab es Gerüchte, er habe eine Affäre mit der Schauspielerin Verena Altenberger, doch Christian selbst dementierte diese Information.

In seiner Freizeit spielt Kern Fußball, Tennis, fährt Rad und treibt Sport. 2023 wurde er Mitglied des Kuratoriums des Fußballklubs Austria Wien.

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